Developer Open Space 2015 – Eine (Un)Konferenz

Developer Open Space 2015 – Eine (Un)Konferenz

Vom 16.–18. Oktober fand in diesem Jahr der nun bereits neunte Developer Open Space statt. Damals noch als .NET Open Space gestartet, hat sich die Veranstaltung als echte Größe unter den Konferenzen etabliert. Der Open Space beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf die .NET-Community, sondern richtet sich an eine Vielzahl von Entwicklern, die Lust haben sich zu verschiedenen Themen im Bereich der Softwareentwicklung auszutauschen.

Aber Moment mal, kann man das eigentlich als Konferenz bezeichnen? Oder ist es mehr ein gemütliches Beisammensein und Fachgesimpel über Entwickler-Themen? Und was bedeutet eigentlich Open Space? Genau diese Fragen habe ich mir gestellt, als ich in diesem Jahr das erste Mal beim Open Space zu Besuch war.

Der Ablauf

Tag 1 – Workshops

Im Unterschied zu „normalen“ Konferenzen bestimmen die Besucher des DevOpenSpace die Themen. Lediglich am ersten Tag gibt es eine Auswahl an Workshops zu den Fachthemen. Bevor man das Ticket bucht, hat man unterschiedliche Themen zur Auswahl. Jedoch kann man sich jederzeit für einen anderen Workshop umentscheiden. Auch die Referierenden rattern nicht einfach ihre PowerPoint Präsentation herunter, sondern bauen ihre Workshops anhand der Interessenslagen der Teilnehmer auf. Entscheidend ist dabei auch der Austausch untereinander. Egal ob Profi in einem Fachgebiet oder absoluter Anfänger, hier kommt jeder auf seine Kosten. Am Ende lässt man den Tag noch bei ein oder zwei Bierchen im Josef Pub ausklingen.

Tag 2 und 3 – DevSpace

Die Agendaschwerpunkte werden jedes Jahr nach dem gleichen Prinzip festgelegt: Jeder hat die Möglichkeit eigene Themen vorzuschlagen und diese den Teilnehmern kurz vorzustellen, woraufhin jeder sein Interesse per Handzeichen bekunden kann. Im Anschluss werden die ausgewählten Themen in getrennten Räumlichkeiten diskutiert. Hierbei gilt: man kann kommen und gehen wann man möchte. Die einzelnen Sessions können sowohl Fachvorträge als auch Diskussionsrunden, Live-Coding-Sessions oder Sonstiges sein. Am Ende des Tages: natürlich – Ausklang im Pub.

Meine Highlights

In eigener Sache – Angular2

Johannes Hoppe und Gregor Woiwode präsentierten auf dem DevSpace eine Einführung in das zur Zeit noch in Entwicklung stehende Framework Angular2. Zusammen mit Ferdinand Malcher und meiner Wenigkeit werden wir Anfang nächsten Jahres ein Buch zu diesem Thema veröffentlichen – ihr dürft gespannt sein. Eine Aufzeichnung der Angular2-Session könnt ihr euch hier ansehen:

Die entsprechende Präsentation findet ihr hier.

Eine saubere Git Historie

Viele Entwickler nutzen Git, jedoch sehen Historien von Git-Repositorys oft sehr unstrukturiert und chaotisch aus – dutzende Branches und Commits mit den Namen wie: „fixed Bug“, „fixed bug from bugfix before“ und „finally fixed bug“ sind da keine Seltenheit. Alexander Groß erläuterte wie man seine commit-Historie sauber hält, wozu eigentlich git rebase gut ist und wie man mit Git Kirschen pflücken kann. Dabei verfolgt er immer dem Prinzip: Commit often, perfect later, publish once.

Wie organisiert man eine Konferenz

Torsten Weber (Veranstalter des Developer Open Space) berichtete zusammen mit Jan Fellien über seine Erfahrungen bei der Planung von Konferenzen. Von der Planung der Räumlichkeiten über das perfekte Datum bis hin zur Organisation des Caterings wurden alle Tipps und Kniffe erläutert.

Quịntessenz der Veranstaltung

Der Developer Open Space ist eine Konferenz oder Unkonferenz der ganz anderen Art. Keine förmlichen Anreden, keine feste Agenda, viel Platz für Kreativität und gute Chance für jeden neue Kontakte zu knüpfen!
Mein Fazit: Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei!
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Der nächste OpenSpace

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Über den Autor

Danny Koppenhagen

Danny Koppenhagen administrator

Softwareentwickler und IT-Berater.

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